16. Wappen “Schopenhauer”


Das Wappen Schopenhauer

In Grün ein von zwei silbernen Sternen beseiteter goldener Schrägbalken. Der Stern bezeichnet Ehre und Verdienst im Dienste des Staates. Drei Straußenfedern. DEUTSCHLAND

Wappen der Familie Schopenhauer

Wappen Schopenhauer

Wappen Schopenhauer

Diese Abbildung zeigt das Wappen der Familie Schopenhauer in zwei verschiedenen Ausführungen. Es ist im großen Wappenbuch Siebmann aufgeführt.(Archiv in Weimar – Nationalgalerie). Der Wappenschild ist mit einer Kartusche umlegt. Im Originaltext ist folgende Beschreibung zu lesen:
Wappen Schopenhauer
Ein schräglinks Balken in Gold, beseitet mit zwei silbernen Sternen auf grünen Grund. Der Wappenschild ist umlegt mit einer goldenen Kartusche. Man hat irrtümlich das Wappen lange Zeit von einem holländischen Geschlecht hergeleitet. Wenn auch von der Mutter Seite her in längerer Ahnenreihe holländische Ahnen sichtbar werden, so ist doch gewiß das Wappen von ihnen nicht herzuleiten. Interessant ist jedoch, daß die Familie Soermans ein Familienwappen hat.

Wappen Soermanns

Die Herkunft des Wappens von Arthur Schopenhauer ist in Fachkreisen umstritten, obwohl es Nachweise genug gibt, die die Existenz bekunden oder aber auch infrage stellen:
Ein Sachbuch von Ernest Seilliere, erschienen im Verlag von Hermann Barsdorf Berlin W 30 1912 (Französicher Schriftsteller und Forscher) mit dem Titel: Arthur Schopenhauer, als romantischer Philisoph, enthält folgende Textpassage auf Seite 19/20: Er siegelte sogar seine Briefe mit einem Wappen, dessen Herkunft seine Biographen nie ermittelt haben./>
Wir lesen aber im Manuskript von Walther Rauschenberger (Frankfurt/Main) Seite 115 im XXVII. Jahrbuch der Schopenhauer Gesellschaft folgendes:

Johann Schopenhauer und sein Mitpächter, sein Bruder Simon, setzten Namen und Siegel unter den Pachtvertrag, der erhalten ist. Wir sehen also einen Urgroßonkel Schopenhauers namens Simon, der auf der Stammtafel (X.Jahrbuch 1921,Seite 82) nicht genannt ist. Der dort aufgeführte Simon Schopenhauer (II) in Fürstenau lebte früher (gest. um 1683), er war ein Ururgroßonkel Schopenhauers. Da er die Zahl II führt, so wäre der Bruder Johann (II) Schopenhauers als Simon Schopenhauer (II) zu bezeichnen. In dem erhaltenen Siegelwappen Johanns sehen wir kellenartige Gefäße. Möglicherweise wählte er diese in Übereinstimmung mit seinem Namen. Von dem bekannten Schopenhauerwappen, daß auch Arthur führte, ist das Siegelwappen des Urgroßvaters gänzlich verschieden.merk

Einen weiteren Hinweis auf die Existenz eines Wappens bzw. einer Petschaft von Heinrich Floris Schopenhauer und Johanna Schopenhauer finden wir u.a. im Buch – Ihr glücklichen Augen Jugenderinnerungen – Tagebücher – Briefe, Verlag der Nationen Berlin, 1979, herausgegeben von Rolf Weber:

Johanna Schopenhauer schreibt in einem Brief an Arthur … Weimar, den 29.September 1806 …………..Siegle nicht mehr an mich mit dem Divisen-Petschaft, in diesen Zeiten ist das genug, daß ein Brief deshalb aufgemacht würde.