22. Wappen “Schoppenhauer”

Dieses Wappen darf von allen ehelichen Nachkommen aus dem Mannesstamm des Johann Jakob Schoppenhauer, geb. 1795 in Elbing (Westpreussen) getragen werden. Familienwappen

Wappenbrief Schoppenhauer

Entwurf und Gestaltung unseres Familienwappens

Aufgrund mehrerer Nachforschungen zur Familiengeschichte der Schop(p)enhauers aus Danzig und Elbing wurden in der bestehenden Literatur Hinweise auf Petschaften und Wappen entdeckt, die im Abschnitt der Schopenhauers beschrieben wurden. Im Zentralarchiv in Weimar wurde das Original Wappen von Arthur Schopenhauer im großen Wappenbuch von Siebmann gefunden. Da die Zeichnungen unterschiedliche Farbzusammenstellungen haben, das Exlibris von Arthur Schopenhauer sogar heraldisch falsch beschrieben wird, war es interessant zu erkunden, seit wann dieses Wappen existiert. Leider gibt es in der Literatur keinen Hinweis auf eine Verleihung oder Eigenannahme des Wappens. Es ist zu vermuten, das dieses Wappen dem Vater Heinrich Floris gehörte. Er war vom polnischen König zum Hofrat ernannt worden. Allerdings soll der Urgroßvater Andreas ein Wappen oder ein ?Merk” geführt haben. Ein Merk war ein Firmenzeichen auf hergestellte Produkte. Johanna und Arthur benutzten auch eine Petschaft, eine Art Siegel oder Siegelring für den Siegellack beim Verschließen der Post.

Im Jahre 1989 habe ich mit meinem Sohn Sven an einem Entwurf für das Familienwappen gearbeitet. Es sollte den Richtlinien der Haraldik entsprechen, von der Symbolik verständlich sein und die Farbgebung unserer Vorstellung entsprechen, sowohl an das Schopenhauer Wappen angelehnt sein. Was lag nun näher, als mit einem Berufsheraldiker den Entwurf zu beraten. Herr Bleisteiner aus München, Präsident der heraldischen Vereinigung ?Der Wappenlöwe” gab grünes Licht für unseren Entwurf. Das Wappen wurde unter der Nummer 1582-09/90 registriert und in der Wappenrolle des Vereins, Jahrbuch 1990 Ausgabe 1991, 7/90 Seite 118/119 veröffentlicht. Aufgrund der genauen Daten im Stammbaum wurde die Tragbarkeit des Wappens für alle männlichen Nachkommen aus dem Familienstamm des Johann Jakob Schoppenhauer, geb. 1795 in Elbing, bestimmt. Johann Jakob ist unseren Unterlagen zufolge der erst geborene Sohn des Vaters Christian Schoppenhauer aus Elbing.

Abschrift aus dem Wappenbrief Registernummer: 1582-09/90
Beschreibung:
Innerhalb eines goldenen Schildbords unter einem schwarzen Schildhaupt, darin ein goldener dreilätziger Turnierkragen, in Grün ein goldener Schräglinksbalken, begleitet oben von einem silbernen Tatzenkreuzchen und unten von einem silbernen fünf strahligen Stern; auf dem Helm mit grün- goldenen Decken eine goldene zwischen zwei grünen Straußenfedern.

Wappenstifter: Guenther Schoppenhauer, geb. am 10.8.1939 in Elbing (Westpreußen)
Führungsberechtigt: Sven und Guenther Schoppenhauer
l. September 1990
Der Wappenstifter Guenther Schoppenhauer, sowie alle ehelichen Nachkommen im Mannesstamm des Johann Jakob Schoppenhauer aus Elbing, geb. 1795

Symbolerklärung: Die Familie des Wappenstifters hat vermutlich mit den Schopenhauers aus Danzig einen gemeinsamen Vorfahren: Andreas Schopenhauer, Vater der Brüder Heinrich Floris (Vater von Arthur S.), geb. Danzig 1747, gest. Hamburg 1805, und Johann Friedrich, geb. Danzig 1748, gest. Ohra 24.4.1797, Ahn der wappenstiftenden Familie. Das vorliegende Wappen ist ein differenziertes zu dem Wappen, das der Philosoph Arthur Schopenhauer geführt hat; dieses war: in Grün (?) ein goldener Schrägbalken, oben und unten begleitet von einem silbernen Stern. Im neuen Wappen verweist das Kreuzchen im Schild auf Elbing, die Geburtsstadt des Wappenstifters. Der Turnierkragen im Schildhaupt symbolisiert den erstgeborenen Sohn im alten Familienstamm.