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Luise Adele Lavinia Schopenhauer (1797-1848)

Montag, 5. April 2010

geburtsurkunde
Luise Adelaide Lavinia wurde am 12.6.1797 in Hamburg geboren. Nach dem Tod ihres Vaters siedelte sie mit ihrer Mutter nach Weimar um. adele3Sie war befreundet mit den Kindern und Enkelkindern von Johann Wolfgang von Goethe. Adele war ein intelligentes, geistig aufgewecktes Kind,adele5 Kopie derInitialenlernte mehrere Fremdsprachen, gewann schon früh, nicht zuletzt durch den Umgang mit Goethe, ein gutes Urteil über Werke der Literatur und der Kunst, betätigte sich auch selbst künstlerisch und vertraute über viele Jahre ihre geheimen Herzensregungen Tagebüchern und Briefen an. Sie erinnerte sich später gern an die anregende Jugendzeit in Weimar. Sie reiste mit ihrer Mutter im Jahr 1820 nach Danzig um Erbschaftsangelegenheiten zu klären. Im Jahre 1829 Übersiedlung mit ihrer Mutter nach Unkel am Rhein. chronik-bilder-43-1Bekanntschaft und Freundschaft mit Sibylle Mertens-Schaafhausen. Adele schrieb mehrere Romane und Geschichten. U.a. schreibt sie die Memoiren ihrer Mutter. Eines ihrer schönsten Bücher ist Feld, Wald- und Wiesenmärchen. In diesem Buch erwartet man eine Sammlung von Grimms Kinder- und Hausmärchen. Aber eine solche Sammlung sind die drei Erzählungen nicht. Es sind drei sehr interessante Geschichten. Man spürt von den körperlichen Leiden und seelischen Depressionen, der unerträglich empfundenen Lebenseinsamkeit, Verbitterung und Zerrissenheit Adeles nichts. Die Erzählungen sind ein Abglanz von Heiterkeit, die ihre langjährige Freundin Sibylle Mertens als ihr eigentliches Wesen erkannte. titel1Das Buch ist geschmückt mit zahlreichen Scherenschnitten, von Adele selbst gefertigt. Sie entwickelt in Weimar ihre künstlerische Begabung. Hier in Weimar lebte sie mit ihrer Mutter viele Jahre, denn prägende Erinnerungen an die Hamburger Kindheit sind ihr nicht geblieben, diese setzen erst ein als sie in Weimar ihre Zuflucht fanden. Ein sehr schönes Buch von Adele ist: Tagebuch einer Einsamen. Tagebuch einer einsamenDieses Tagebuch umfasst die vier Jahre, die für Adeles Leben entscheidend waren 1823-1826. Es ist ein ergreifender Roman, die Geschichte einer hoffnungslosen Liebe, die das Mädchen zur ernsten, im Schmerz ergreifenden Frau, die Anspruchsvolle zur Entsagenden, die durch Geist und Talent bevorzugte Beherrscherin der Gesellschaft zur Einsamen wandelt. Um das Milieu dieses Romans ist das Weimar Goethes, der bunte unerschöpfliche Kreis, der sich von Jahr zu Jahr wechselnd im Schatten Goethes sammelt. Dieses Buch ist ein kostbarer Juwel der Literatur. Adele führt ein Tagebuch, und wenn sie nicht mit der Schere Silhouetten schneidet, die durch elfenhafte Zartheit überraschen, dann dichtet oder schreibt sie. Für viele auch überraschend ist der nachfolgende, kopierte Text.
b2Aus dem Leben von Sibylle Mertens-Schaafhausen
Sibylle Mertens-Schaaffhausen lernte die gleichaltrige Adele Schopenhauer 1828 kennen, und Adele wurde bald zum Dauergast im Plittersdorfer Auerhof. sibylleIm Frühsommer 1829 kam auch die Mutter Adele Schopenhauers ins Rheinland, und bezog mit ihrer Tochter den Zehnthof in Sinzig, den Sibylle Mertens den beiden fast mittelosen Damen Schopenhauer für eine günstige Miete zur Verfügung stellte. Der Zehnthof blieb von 1829 bis 1832 der Wohnsitz von Adele und Johanna Schopenhauer, wenn diese auch die Wintermonate vor allem in Bonn verbrachten. Adele Schopenhauer war in Weimar im Hause ihrer Mutter aufgewachsen, die als Schriftstellerin recht bekannt gewesen ist, aber sich wirtschaftlich nicht behaupten konnte. Durch einen Bankbankrott und durch einen zu teuren Lebensstil verlor Johanna Schopenhauer nicht nur das Familienvermögen sondern auch das Erbe der Tochter, während ihr Sohn Arthur sein Geld auf Kosten seiner Mutter und Schwester weitgehend retten hatte können. Da Adele Schopenhauer ohne Vermögen und ohne äußere Schönheit gewesen ist, lag es allein an ihrer Klugheit, ihrer Bildung und ihren künstlerischen Fähigkeiten, wozu insbesondere ihre Scherenschnitte gehörten, die ihr Freundschaft und Anteil nehmende Beachtung u.a. von Johann Wolfgang von Goethe sicherten, dessen (spätere) Schwiegertochter Ottilie Adeles Jugendfreundin gewesen ist.
Adele und Sibylle waren die besten Freundinnen
Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens wurden bald zu engen Freundinnen, wie ein früher Brief Adeles an ihre Freundin Ottilie von Goethe bezeugt: ?Es ist meine Bestimmung, ihr Wohl und Weh dem meinen sehr eng zu verbinden, ich glaube, wir trennen uns nicht so bald. Sie lebt in mir, und mir ist sie in dem neuen Leben unentbehrlich, denn ihre Liebe, ihre Hingebung erhalten mich. Ihre Fehler, Eigenheiten, Unarten, Gewohnheiten, Krankheiten, Tollheiten und alle Albernheiten der ganzen Person sind mir summa summarum bekannt, und ich halte es eben aus und liebe sie wie sie ist. Ich glaube, am besten vergleichst Du uns ein paar Leuten, die sich spät finden und dann einander heiraten. Stürbe sie – so würde ich in den Rhein springen, denn ich könnte nicht ohne sie bestehen.? kopie-von-sterbeurkunde bestatigung
Die enge Beziehung zwischen Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens war Louis Mertens (+ 1842), dem Ehemann von Sibylle Mertens-Schaaffhausen ein Dorn im Auge. Ohnehin seit je in schlechtestem Verhältnis zu seiner Frau, und von ihren Freunden und Freundinnen ihr in keiner Weise als ebenbürtig anerkannt, wollte er offenbar weitere Beeinträchtigungen seines ?Familienlebens? nicht hinnehmen und hat sogar versucht, Adele Schopenhauer das Haus zu verbieten. Jedenfalls wünschte sich Adele Schopenhauer, ?dass den Mertens der Teufel holen möchte, damit ich frei würde mit ihr, doch schenkt er ihm die trefflichste Gesundheit.? Grabdenkmal AdeleTextübersetzung der Grabplatte
Hier ruht Luise Adelaide Lavinia Schopenhauer nach einem Leben von 52 Jahren ausgezeichnet von Herz, Geist, Talent, beste Tochter, zärtlich und treu ihren Freunden ertrug sie mit edelster Seelenwürde Wechselfälle des Schicksals, und lange schmerzhafte Krankheit mit heiterer Geduld. Sie fand das Ende ihrer Leiden am 25.August 1849. Das Grabmal errichtete die untröstliche Freundin Sibylle Mertens-Schaaffhausen.
friedhof2 friedhof Obwohl Adele Schopenhauer auch an anderen Frauenfreundschaften Sibylle Mertens-Schaaffhausen gelitten hat (u.a. zu Annette von Droste-Hülshoff und Anna Jameson) ist die Verbindung der beiden Frauen eine lebenslang enge geblieben. Nach dem Tod von Louis Mertens 1842 nahm Adele das Angebot ihrer Freundin an, und zog zu ihr ins große Bonner Haus in der Wilhelmstraße. Die letzten gemeinsamen Jahre verbrachten die beiden Frauen weitgehend zusammen im Rheinland und in Italien, wo sie eigentlich (in Rom) für immer bleiben wollten. Als jedoch Adele Schopenhauer bei einem Heimatbesuch bei Freunden in Weimar im Frühjahr 1849 plötzlich zusammenbrach und sich die Schwere ihrer Krankheit herausstellte, reiste Sibylle Mertens mitten in den Kriegs- und Revolutionswirren von Rom nach Weimar, um die todkranke Freundin nach Bonn zu bringen, und sie dort bis zum Tode zu pflegen und zu umsorgen. Begräbnistag war der 28. August 1849, der hundertste Geburtstag von Goethe.Wappen der Stadt Bonn Mit Adele Schopenhauers Tod wurde die mit ihrer eigenen Familie wegen der jahrelangen Erbschaftsstreitigkeiten zerfallene Sibylle Mertens kaum fertig, und trug sich sogar mit Selbstmordgedanken: ?mein Schmerz ist nur um Eines – um Adeles Tod! Es ist wirklich in ihr ein Teil meines innersten Lebens abgerissen worden und ich bin nur ein Krüppel.? Sibylle stiftete das schöne Grabmal, welches auch heute noch auf dem Alten Friedhof in Bonn steht. Sibylle Mertens-Schaaffhausen überlebte ihre Freundin um 8 Jahre und starb ? dem Rheinland wegen ihrer Familie völlig entfremdet ? im Oktober 1857 in Rom, wo sie 1856 ihren letzten Wohnsitz genommen hatte. (I.B.)

Maik Rimpel geb.1987

Donnerstag, 3. April 2008

2.Generation
2.4.2.2 Maik Rimpel geb.10.4.1987

Geschützt: Kathrin Rimpel geb.1984

Donnerstag, 3. April 2008

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Geschützt: Pascal Schoppenhauer geb. 2004

Mittwoch, 2. April 2008

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Geschützt: Stefanie Schoppenhauer geb.2000

Mittwoch, 2. April 2008

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Geschützt: Dagmar Schoppenhauer geb.1970

Montag, 31. März 2008

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Geschützt: Susanne Rimpel geb.1963

Montag, 31. März 2008

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Geschützt: Uta Schoppenhauer geb.1982

Montag, 31. März 2008

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Geschützt: Björn Schoppenhauer geb.1986

Montag, 31. März 2008

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Geschützt: Ronald Schoppenhauer + (1959-2001)

Montag, 31. März 2008

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